




Anfang März sind wir voller Vorfreude in Palma gelandet – zehn Tage gemeinsam trainieren, richtig auf die Fresse hauen und einfach Spaß haben. Die Vorstellung: Sonne, Sonne, Kaktus. Die Realität: Regenjacke, Schüttelfrost, und spanische Zeitungen im Einteiler bei den Abfahrten. Und genau deshalb war es unvergesslich.
Nach einem entspannten Shakeout am ersten Tag ging es am zweiten Tag richtig los: Nach einem ausgedehnten Pancakes Frühstück ging es über die Küstenstraße Richtung Palma, dann über den Coll de Sa Creu hinein ins Tramuntana-Gebirge. Ab dort wurde zum ersten Mal richtig Zeit in Zone verbracht. Wir rollten runter nach Sóller, kletterten den Puig Major hoch, genau rechtzeitig, um in ein Regen- und Windgewitter hineinzugeraten. Ich habe noch nie so sehr in einer Abfahrt gefroren. Der Rückweg: die berühmte, scheinbar endlose Straße nach Palma. Leicht bergab, eigentlich entspannt, aber etwas angeschossen, verfroren und hungrig aufs Buffet.
Am nächsten Tag ging es Richtung Osten ins Inland. Unser Ziel: der Puig de Randa – 4,75km mit 5,5%. Ein gleichmäßiger Anstieg, perfekt für Intervalle. Auf dem Weg hin haben wir schonmal das Standgas angetestet, oben kurz durchgeschnauft und über die kleinen, charmanten Dörfer wieder zurückgerollt. Zum Ausklang gabs ein All-out am Buffet.
Die folgenden Tage führten uns wieder über Palma in die Berge, diesmal etwas weniger Höhenmeter, aber genauso viel Spaß. Wir sind morgens vom Hotel in Richtung Tramuntana gerollt, über Sóller den Puig Major und weiter an den Stauseen Cúber und Gorg Blau vorbei bis zur Abzweigung nach Sa Calobra. Von dort ging’s die legendäre Schluchtstraße hinunter ans Meer - kurz die Wunderwaffe aus Solid C und Gel 160 rein, Jacke zu und dann den Coll dels Reis wieder hoch. Oben haben wir die Hochfläche noch ausgespielt und sind über Lluc und die kleinen Dörfer im Inland zurückgerollt. Am Ende standen 155km und 3.115 Höhenmeter auf der Uhr, ein Brett. Und natürlich wieder Regen beim Heimrollen. Ebenfalls Routine. Das All-out am Buffet.
Zum Finale gab’s noch einmal eine traumhafte Tour nach Andratx und entlang der Westküste. Sonnig, kurvig, landschaftlich ein Traum, der versöhnliche Abschluss. Mein persönliches Highlight des Trainingslagers: An Tag 4 habe ich Jakob noch richtig an der Tischtennisplatte versägt. Ergebnis könnt ihr gerne bei @j.mederer erfragen.
Mallorca 2025 war regnerisch, chaotisch und großartig zugleich. Wir haben gefroren, gelacht, gelitten und richtig gute Zeit zusammen verbracht. Und eines steht fest: Wir freuen uns jetzt schon aufs Camp 2026, hoffentlich mit mehr Sonne, aber garantiert wieder mit der gleichen Energie. All-out am Buffet.